Klimaschutz zur Chefsache machen - 

Grafings Bürgermeister Bauer setzt Signal für die Klimabildung

Angelika Bachmann (Klimabildung Energieagentur Ebersberg-München), Christian Bauer (Bürgermeister Stadt Grafing), Christina Spiegel (Klimaschutzmanagerin Stadt Grafing) Susanne Böhm (Rektorin Mittelschule Grafing), Dagmar Hammer (Konrektorin Mittelschule Grafing), Marion Eder (Klimabildung Energieagentur Ebersberg-München)

Das Klima schützen – welche Rolle soll dabei die Bildung spielen? Für die Stadt Grafing eine große! Im letzten Jahr hat sie bereits zehn KITA-Boxen der Energieagentur Ebersberg-München angeschafft und damit alle Kitas der Stadt unterstützt, so dass diese das Thema den ganz kleinen Kindern motivierend und handlungsorientiert näherbringen können. Am Donnerstag (6. Oktober) wurde nun der offizielle Startschuss für die Aufnahme der Grund- und Mittelschule ins Netz der Klimaschulen Ebersberg-München gegeben.

Klimaschule zu werden, das bedeutet sich im Rahmen des Schulalltags intensiv mit Möglichkeiten des Klimaschutzes auseinander zu setzen, dazu Projekte und Workshops durchzuführen und das Thema im Idealfall in vielen Fächern und Jahrgangsstufen in einem schulinternen Klimaschutz-Curriculum zu verankern. Nach jeweils einem Jahr ziehen die Schulen gemeinsam mit der Abteilung Klimabildung der Energieagentur Bilanz und präsentieren Beispiele für Ihr Engagement bei einer Auszeichnungsveranstaltung.

Vertretungen der Klimaschulen treffen sich jährlich zu einem Netzwerktreffen, beraten sich im persönlichen Gespräch mit der Energieagentur zu möglichen Maßnahmen für mehr Klimaschutz und einen achtsamen Umgang mit Ressourcen, wie z.B. Wärme, Strom, Verpackungen oder Lebensmitteln.

Die Abteilung Klimabildung der Energieagentur hat für das praktische Lernen im Unterricht umfangreiche Materialien entwickelt. Diese sind in Form von Lern-Boxen für die Klimaschulen ausleihbar. Darin enthalten sind selbsterklärende digitale und analoge Materialien mit denen die Umsetzung des Themas leicht gelingt und an der Schule in die Breite getragen wird. Das Konzept ermöglicht die Auseinandersetzung mit Energieverbrauch, Wärme, Strom und Windkraft. Auch das Bewusstsein für unseren täglichen Konsum wird geschärft. Schüler*innen der Oberstufe erkunden den Landkreis mit der „grünen Brille“ und portraitieren Betriebe, Unternehmen und Changemaker, die ebenfalls Klima- und Ressourcenschutz „zur Chefsache“ gemacht haben.