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Stadt Grafing  |  E-Mail: stadt@grafing.bayern.de  |  Online: http://www.grafing.de

Geschichte der Städtepartnerschaft

Lebendiger Austausch mit Saint Marcellin
Jugendstadtrat Partnerstadt

Seit dem Jahr 1993 pflegt Grafing eine sehr lebendige Partnerschaft mit der französischen Stadt Saint Marcellin. Das Städtchen mit ca. 8.000 Einwohnern liegt in der Dauphiné, zwischen Grenoble und Valence, also gleichsam am Tor zur Provence.

Nachfolgend die wichtigsten Eckdaten zur Städtepartnerschaft zwischen Grafing und Saint Marcellin:

Der Grafinger Historiker und Experte für die Geschichte des Antoniter-Ordens, Dr. Adalbert Mischlewski, stellte im Jahr 1991 erste Kontakte zwischen beiden Städte her. Seine Forschungen in der Abtei Saint Antoine führten ihn auch die nahe gelegene Stadt Saint Marcellin, wo er mit der dortigen Stadtspitze erste Gespräche wegen einer möglichen Städtepartnerschaft führte, die dann schließlich in der Besiegelung der ‚Jumelage‘ endeten. Für seine Verdienste um die Städtepartnerschaft erhielt Dr. Mischlewski 2005 das Verdienstkreuz am Bande und 2013 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Grafing verliehen.

Im Jahr 1993 wurde in Grafing und 1994 in Saint Marcellin die feierliche Besiegelung der Städtepartnerschaft begangen. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung setzten die damaligen Bürgermeister beider Städte ihre Unterschrift unter die Partnerschaftsurkunde. Seit diesem Zeitpunkt besteht auch eine Schulpartnerschaft zwischen dem Collège Le Savouret und dem Gymnasium Grafing.

Das Aufstellen eines Maibaums hat seit dem Jahr 1997 in Saint Marcellin Tradition. Wurde der erste Maibaum noch aus Grafing angeliefert und von den Atteltaler Trachtlern aufgestellt, verstehen sich mittlerweile die Franzosen so gut auf die Technik, dass sie das Maibaumaufstellen nun ganz ohne Grafinger Hilfe bewerkstelligen können.

Ein weiterer Höhepunkt in ‚Jumelage‘ waren im Jahr 2013 die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft in Grafing; eine Delegation von fast 200 Personen war zu diesem Anlass aus Frankreich angereist. Im August 2014 stellte die erneute Besiegelung der ‚Jumelage‘ in Saint Marcellin durch den dortigen Bürgermeister Jean-Michel Revol und Grafings Erster Bürgermeisterin Angelika Obermayr einen der Höhepunkte bei der 20-Jahr-Feier dar.

Unabhängig von solchen Großveranstaltungen besuchen sich gegenseitig zahlreiche Familien und Vereine, ebenso die Pfarreien beider Konfessionen. Die ökumenischen Gottesdienste, wie zuletzt bei der 20-Jahr-Feier in Saint Marcellin, sind bewegende Zeugnisse der Versöhnung und der Völkerverständigung über die Ländergrenzen hinweg.

In den letzten Jahren haben sich in zunehmendem Maße auch Jugendliche durch gemeinsame Aktivitäten in der Städtepartnerschaft engagiert. Seit dem Jahr 2006 findet in jährlichem Turnus ein Fußballturnier zwischen Olympique de Saint Marcellin und dem TSV Grafing statt und auch zwischen den Judoka beider Städte bestehen enge sportliche Beziehungen. Ebenso etablieren sich die gemeinsamen 10-tägigen Sommerferienlager für Jugendliche im Alter von 14 bis 17Jahren aus Grafing und Saint Marcellin.

Bei dem musikalischen Austausch zwischen den beiden Partnerstädten - sei es zum ‚Festival Barbara‘ oder bei den Auftritten der Grafinger Stadtkapelle bzw. der ‚Swinging G’s‘ - sind es überwiegend junge Menschen, die sich und ihr musikalisches Können in die Städtepartnerschaft einbringen.

Lange Tradition hat auch der Walnussverkauf in Grafing. Fast seit Anbeginn der Städtepartnerschaft reisen die Nussbauern aus Saint Marcellin regelmäßig zur Leonhardi-Fahrt und am 3. Adventswochenende mit ihrer neuen Ernte in Grafing an und präsentieren hier ihre Nuss- und Käsespezialitäten aus eigener Produktion.

Zwischen den Partnerschaftskomitees beider Städte herrscht ein reger und intensiver Austausch. Es ist eine Freude zu beobachten, welch vielfältige Beziehungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern beider Städte trotz der Sprachbarrieren gepflegt und weiter ausgebaut werden, wie viele Anregungen und Bereicherungen aus den Begegnungen mitgenommen werden und wie unbeschwert die Menschen miteinander feiern können. Hier an der Basis wächst Europa zusammen - dabei lernen die Menschen gerade die Unterschiede und die Vielfalt der Traditionen und Gewohnheiten des jeweils anderen schätzen

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